Nagelkreuzgemeinschaft

Willkommen auf der Seite des Nagelkreuzzentrums
München – St. Barbara

Kontakt/externe Homepage

Nagelkreuz in St. Barbara

Friedens- und Versöhnungsgebet

immer freitags jeweils um 17.00 Uhr in St. Barbara

Die nächsten Termine unserer Gruppe:


14.05.2019 – Buchlesung in St. Bonifaz (Mitveranstaltung) um 19.00 Uhr

„Aber du warst doch Soldat.“ War ich nicht auch ein Christ?

Der kurze Dialog ist der lange Titel eines besonderen Buches, das der 1924 geborene und inzwischen leider verstorbene Autor Sepp Kurz im Jahr 2003 nach eigenen Tagebucheinträgen und Briefen verfasste. Schonungslos wie sonst kaum jemand trägt er damit sehr persönlich in die Öffentlichkeit, was besonders die Nachkriegsgenerationen beschäftigte und bis heute ein viel diskutiertes Thema ist: Wie geht es zusammen, dass (junge) Menschen, die christlich fundiert und gebildet waren, mit relativ großer Begeisterung am 2. Weltkrieg teilnahmen, sich anstecken ließen von der nationalsozialistischen Propaganda und dem Streben nach der Weltherrschaft?

Am kommenden Dienstag, den 14.05.2019 um 19 Uhr werden aus diesem Buch im Pfarrsaal von St. Bonifaz, Karlsstr. 34, 80333 München, markante Texte vorgetragen. Die Veranstalter, die ökumenischen Nagelkreuzzentren St. Barbara/München und Gedenkstätte Dachau sowie die katholische Friedensbewegung pax christi, haben bewusst diesen Ort gewählt, da Kurz etliche Anknüpfungspunkte an St. Bonifaz hatte. Dort wurde er getauft und war in der katholischen Jugend aktiv, im nahen Luisengymnasium wirkte er lange Zeit als Schulleiter und nahm auch oft an den in St. Bonifaz stattfindenden Treffen von pax christi teil.

Auf Ihr Kommen freuen wir uns!





Interessierte sind immer herzlich willkommen!
weitere Termine sind dem aktuellen Freundesbrief zu entnehmen, der in der Kirche ausliegt.


Geschichte


VATER, VERGIB!
Siebenmal wird dieser Ruf beim traditionsreichen Gebet wiederholt, das jeden Freitag um 12 Uhr in der Kathedrale von Coventry gesprochen wird und an die Stunde der Zerstörung des Gotteshauses durch deutsche Bomben im Jahr 1940 erinnert.
Und nicht nur dort! In weltweit über 200 Kirchen treffen sich Menschen auch etwa zu dieser Zeit, um dieses „Vater vergib“ zu beten – die Nagelkreuzgemeinschaft.



Ein eigenartiger Name – woher kommt er?


Bei den Aufräumarbeiten der Kirchentrümmer ließ der damalige Dompropst drei große mittelalterliche Zimmermannsnägel aus dem Dachstuhl, die aus den Trümmern geborgen wurden, zu einem Kreuz zusammensetzen und an die Wand der Apsis die Worte „Father forgive“ (Vater vergib) schreiben.

Das originale Nagelkreuz steht heute auf dem Altar der nebenan neu aufgebauten Kathedrale und gilt als Zeichen der Versöhnung und des Friedens. Und nicht nur dort! Auch in diesen oben erwähnten 200 Kirchen steht ein solches dem ursprünglichen Kreuz nachgebildetes Nagelkreuz, als sichtbares Zeichen dieser Gemeinschaft, in Deutschland sind es momentan 65 und es werden mehr.

Es sind Gemeinden, die von ihrer Geschichte und auch von ihrem Selbstverständnis her den Gedanken der Versöhnung und des Friedens besonders pflegen und wach halten wollen, die einen reflektierten Umgang mit der Vergangenheit suchen und gleichzeitig für die Zukunft an einer Welt bauen wollen, in der Solidarität und Verständigung mehr zählen als Hass und Gewalt.
Diesen Aufgaben widmen sich Menschen in den Nagelkreuzgemeinden in verschiedenen Projekten – und eben mit dem oben erwähnten Freitagsgebet.

Unser Nagelkreuz wurde am 09.11.2014 von Dr. Sarah Hills an uns übergeben. Seit diesem Tag gibt es ein Nagelkreuzzentrum in St. Barbara. Es ist uns Auftrag und Anspruch zum Tun.

 

Was hat das nun mit uns in St. Benno und St. Barbara zu tun?


Die Idee, dass besonders St. Barbara mit seiner 90-jährigen Geschichte als Garnisonskirche, mit ihrer Verbindung zum Konzentrationslager Dachau und später mit der Polnischen Gemeinde München sich für ein Nagelkreuzzentrum geradezu anbieten würde, entstand 2012. Seit Fr, 13.06.2013 beten wir immer am Freitag das Versöhnungsgebet.

Mit dem folgenden Satz leiten wir immer das wöchentliche Gebet ein:

Denn nicht nur die Menschen, die im Zweiten Weltkrieg die Brandbomben auf Coventry abwarfen, haben gesündigt, sondern wir alle, die wir hier sind. Coventry und die Zerstörung des Friedens sind überall auf der Welt.

 

Wenn Sie mehr über uns erfahren wollen, schicken Sie uns einfach eine Mail oder sprechen Sie uns einfach an. Wir freuen uns.